Menschen im Spitalhof

Menschen leben im Spitalhof. Menschen engagieren sich im Spitalhof. Wir stellen Ihnen einige vor.

Vater und Tochter

Wilhelm Knobloch zog vor 6 Monaten aus einem anderen Heim in den Spitalhof um. Seine Tochter  kommt oft vorbei um Erledigungen für ihren Vater zu machen, um gemeinsam mit ihm an einer Aktivität teilzunehmen oder einfach einen Besuch zu machen. Mit Ambiente und Personal im Spitalhof ist Silke Stolp sehr zufrieden. „Alles gut!“ sagt auch ihr Vater und fügt verschmitzt hinzu „bis jetzt!“

 „Mein Vater ist mittwochs hier eingezogen,“ erzählt Silke Stolp. „Das Zimmer konnten wir selbst gestalten und persönliche Gegenstände mitbringen, so dass er ein Stück Heimat hat. Sonntags gibt es hier ein Frühstücksei. Das hat mein Vater gleich positiv bemerkt.

Die Mitarbeitenden sind nett und freundlich. Sie haben innerhalb von ein paar Tagen unsere Namen gewusst. Das hat uns sehr beeindruckt."

"Das Essen geht bei meinem Vater sehr langsam und er braucht regelmäßig seine Ruhepausen. Deswegen hat das Pflegepersonal jetzt in Absprache mit uns seinen Tagesablauf umgestellt. Er wird jetzt am Vormittag wieder zu Bett gebracht und kann dann ausruhen bis 14.00 Uhr. Dann bekommt er Mittagessen und Nachmittagskaffee zusammen."

Den Mitarbeitern war aufgefallen, dass Herr Knobloch oft zur Seite kippte. Nach Absprache mit der Tochter organisierten sie Krankengymnastik. „ Jetzt sitzt mein Vater wieder deutlich aufrechter in seinem Stuhl,“ freut sich die Tochter. " Er ist wieder aufgelebt, seit er hier ist. Er lacht wieder und macht Scherze mit dem Personal."

Wilhelm Knobloch ist ein naturverbundener Mensch. Viele Jahre ging er regelmäßig mit seinem Bruder in die Dolomiten zum Klettern. Im Sommer war die ganze Familie jeden Samstag im Garten. Schön, dass es auch im Spitalhof einen Garten gibt. Den wollen Vater und Tochter nutzen, sobald die ersten warmen Frühlingstage kommen.

Eine Frau mit Geschmack

Eine Bewohnerin im Garten des Pflegeheims vor dem Backhäusle.

„Sind Sie heute wieder schick!“ Das hört Anneliese Feld öfter von den Pflegerinnen und Pflegern im Spitalhof, wo sie seit einem Jahr lebt. Kein Wunder, Pulli und Tuch passen farblich perfekt zusammen. Die Frisur sitzt. So fühlt sie sich wohl – und stellt sich auch mal für ein Foto ans Backhäusle im Garten des Seniorenzentrums.

Nach dem Tod ihres Ehemannes durchlebte Anneliese Feld eine schwere Zeit. Sie konnte sich nicht mehr versorgen und zog sich zurück. Ihre Kinder ermutigten sie, ins Seniorenzentrum zu ziehen. Hier erholte sie sich und lernte Kontakte zu knüpfen.

„Als ich hier einzog hat es mir richtig Spaß gemacht, mal jemanden anzusprechen. Das habe ich früher gar nicht so gekonnt. Jetzt kann ich auch mal auf jemanden zugehen und fragen wie’s geht.“

„Früher bin ich regelmäßig zum Tanzen gegangen, im schicken Kleid und in Stöckelschuhen“, erzählt Anneliese Feld. „Das geht jetzt leider nicht mehr, aber einmal im Monat gibt es Tanzcafe hier im Haus.“ Da ist sie selbstverständlich mit dabei, genauso wie bei den Sportangeboten zu Sturzprophylaxe und beim Kameradschaftsabend.

Ein Wermutstropfen: Ihre Lieblings-Kleiderläden in Weilimdorf und Schwieberdingen kann sie ohne Auto nicht erreichen. Zum Glück gibt es wenigstens eine nette Boutique in Münchingen. Die Verkäuferinnen kennen sie schon und haben manchmal auch ein schönes Stück für sie bereit gelegt. Anprobieren muss sie in der Regel nicht. Sie wählt zielsicher aus – und meistens passt es. Dann geht sie zurück ins Seniorenzentrum und strahlt: „Heut‘ hab ich wieder was g’funde!“