Ehrenamtlich im Seniorenzentrum Spitalhof

Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereichern das Leben in unserem Haus.

  • Sie machen Besuche, hören zu, lesen vor, gehen mit Bewohnern spazieren und erledigen kleine Besorgungen.
  • Unser hauseigenes Cafe wird von ehrenamtlichen Helferinnen betrieben.
  • Ehrenamtliche helfen bei Festen und Veranstaltungen mit.
  • Sie gestalten Gottesdienste und Feiern mit und engagieren sich in der Sterbebegleitung.

Clownsarbeit, Cafe, Sitzwache - drei Beispiele für Ehrenamt im Spitalhof

„Durch unsere Verkleidung und das Singen erreichen wir die Leute. Das macht mich happy!“

Clownin Maja und ihre Freundin Rosa im Garten des Pflegeheims. Die beiden machen regelmäßig Besuche auf den Wohnbereichen

Einmal pro Woche wird Rosemarie Renner zu Rosa – der Freundin von Clownin Maja. Gemeinsam gehen die beiden von Wohnbereich zu Wohnbereich. Schon ihre Verkleidung ist ein Türöffner.

Zu ihrer Rolle als Rosa kam Rosemarie Renner durch ein Seminar für Ehrenamtliche, das das Seniorenzentrum Spitalhof im Frühjahr 2014 anbot. Gesucht wurden Mitarbeiter fürs Turnen, fürs Gedächtnistraining – und eine Helferin für Clownin Maja. „Ich wusste sofort. Das mache ich!“ erzählt Rosemarie Renner.

Seither ist sie jeden Donnerstagnachmittag mit Vera Wehl alias Clownin Maja im Seniorenzentrum unterwegs. Vera Wehl arbeitet im Seniorenzentrum als Betreuungskraft. Sie hat eine Fortbildung zur Altenheimclownin absolviert und unterstützt Rosemarie Renner dabei, sich in ihre Rolle als Rosa einzufinden.

„Vera ist geschminkt und hat eine rote Nase“ erzählt Rosemarie Renner. Ich bin ihre Freundin Rosa. Ich trage auch ein Clownskostüm, bin aber nicht geschminkt.

Maja und Rosa beginnen ihren Besuch auf dem Wohnbereich meistens mit einem Lied. Auch die Menschen, die in ihrem Zimmer im Bett liegen, bekommen Besuch. Häufig begrüßen die Bewohner die beiden mit Worten wie „Seid Ihr wieder schick, heut!“ – Alle  lachen und das Eis ist gebrochen. Selbst Menschen, die sehr in sich gekehrt und traurig wirken, tauen auf und entspannen sich.

Ein Jahr ist Rosemarie Renner als Rosa im Einsatz. Sie hat gelernt, dass es wichtig ist, in der Rolle zu bleiben. „Manchmal ist es anstrengend, zwei Stunden lang Rosa zu sein“ erzählt sie. „Aber es lohnt sich. Wir stimmen ein Lied an und auf einmal beginnen die Menschen, ihre Lippen zu bewegen und singen mit."

„Das Cafe ist SUPER! Ein Highlight für die Bewohner!“

Zwei ehrenamtliche Mitarbeiterinnen an der Theke. Sie bereiten das Cafe vor.

Helga Hecht und Christa Völlm engagieren sich seit 6 Jahren im Spitalhof. Das Cafe liegt ihnen besonders am Herzen. Künftig wollen sie auch bei der Sitzwache mitmachen.

Christa Völlm war von Anfang an dabei. 2006 als das Seniorenzentrum Spitalhof eröffnet wurde, war gerade ihre Mutter verstorben. Sie suchte eine sinnvolle Beschäftigung und wurde im Spitalhof fündig. „Ganz am Anfang habe ich Besuchsdienst bei zwei älteren Damen gemacht,“ erzählt sie. „Dann kam das Cafe!“


Das Cafe findet jeden Dienstag, Samstag und Sonntag statt. Zwischen 14.00 und 17.00 Uhr verwandeln fleißige Helferinnen den Gemeinschaftsraum des Seniorenzentrums in ein Cafe: Die Tische werden dekoriert und eingedeckt, die Speisekarten und Preislisten ausgelegt. Die drei Damen, die „Dienst“ haben, ziehen sich weiße Schürzen an. Das Cafe hat geöffnet. Bewohner der Pflegebereiche, des Betreuten Wohnens, ihre Angehörigen und Freunde sind die Gäste. Auch Besucher aus dem Ort sind willkommen.

„Das Cafe, das ist richtig gut!“ strahlt Helga Hecht. Sie wurde von Christa Völlm für das Projekt gewonnen und ist seitdem regelmäßig dabei. Insgesamt engagieren sich rd 20 Frauen im Cafe. „Wir betreiben das Cafe nahezu vollständig in Eigenregie,“ berichten die drei Damen strahlend. „nur der Kuchen wird vom Haus organisiert.“

 

 

Viele der Bewohner können nicht mehr in den Ort ins Cafe gehen,“ erzählt Christa Völlm. „Wir bringen das Cafe zu Ihnen. Wir erleben, wie sie sich freuen. Es kommt soviel Dankbarkeit zurück . Mittlerweile hat das Cafe viele Stammgäste. „Man hat schon fast kleine Freundschaften geschlossen,“ erzählt Christa Völlm. Man spürt, das Cafe liegt den Damen am Herzen.

„Kürzlich hatten wir an einem Sonntag einen Personalengpass im Cafe", erzählt Helga Hecht. „Damit das Cafe nicht ausfallen muss, bin ich eingesprungen. Als ich kam, erwartete mich ein kleines Geschenkle – ein Dankeschön des Hauses für meinen Einsatz.“ Auch die Einladung zum Sommerfest, das Weihnachtsessen und die Wohlfühlwoche, zu der die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen eingeladen waren sind Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung.

Im Seniorenzentrum Spitalhof ist Palliative Pflege ein Schwerpunkt. Um sterbende Menschen besser begleiten zu können, hat die Heimleitung eine Sitzwache ins Leben gerufen. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Sitzwache sitzen bei sterbenden Menschen am Bett. Manchmal lesen sie etwas vor oder sprechen ein Gebet. Manchmal sind sie einfach nur da. Besuche der Sitzwache gibt es natürlich nur, wenn der betroffene Mensch und die Angehörigen das möchten.

Das Projekt startete mit einem Fortbildungskurs zum Thema Sterbebegleitung. Bei Ihrem Einsatz werden die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Sitzwache durch die Heimleitung unterstützt. Auch Pastoralreferent Jörg Maihoff steht als Ansprechpartner zur Verfügung .

Helga Hecht und Christa Völlm haben sich entschieden, mitzumachen. "Wir wollen mal sehen, ob wir das können," sagen sie. "Wenn wir feststellen, das liegt uns nicht, können wir auch wieder aufhören."