Lebendiger Alltag

Schöne Bilder an den Wänden, ein bunter Blumenstrauß auf dem Tisch, ein aufmunterndes Lächeln im Alltag – viele Dinge tragen dazu bei, dass Sie sich im Spitalhof Münchingen daheim fühlen können.

Fotogalerie Lebendiger Alltag

Mahlzeiten in familiärer Atmosphäre

Beim Einzug der Bewohner erfragen wir die Ess- und Trinkgewohnheiten, Vorlieben und Abneigungen. Bei den Mahlzeiten gehen wir darauf individuell ein.

Frühstück, Mittagessen, Abendessen und Zwischenmahlzeiten werden in der Wohnküche des Wohnbereiches serviert. Die Bewohner sitzen in kleinen Tischgruppen zusammen und essen gemeinsam. Die Mahlzeiten beginnen wir mit einem Tischgebet.  Essen auf dem Zimmer ist bei Bedarf selbstverständlich möglich.

 Zum Frühstück gibt es eine Auswahl an Brötchen und/oder Brot, Wurst, Käse, Butter, Marmelade, Joghurt, Kaffee und Tee. Mittwochs wird frisches Rührei gereicht. Sonntags gibt es ein hart gekochtes Ei.

Das Mittagessen kommt in Schüsseln auf den Tisch. Die Bewohner können aus den angebotenen Gerichten und Beilagen wählen, was und wieviel sie essen möchten. 

Zum Abendessen gibt es in der Regel Brot mit Wurst und Käse. Einmal in der Woche wird ein warmes Abendessen gereicht.

Zum Tagesausklang singen wir gemeinsam mit den Bewohnern ein Lied. Die Betreuungskraft spricht ein Abendgebet. 

Ein Highlight: Besuch von Maja und Rosa

Zwei Clowns im Garten des Pflegeheims

Vera Wehl arbeitet als Betreuungskraft im Spitalhof. Sie hat eine berufsbegleitende Ausbildung zur Altenheim-Clownin absolviert. Einmal in der Woche schlüpft sie ins Clownskostüm. Dann ist sie Clownin Maja. Gemeinsam mit ihrer Freundin Rosa besucht sie die Bewohner.

„In der Faschingszeit habe ich oft eine rote Nase getragen“, erzählt Vera Wehl. Irgendwann kam ich damit zum Dienst. Ich war erstaunt, wie die Bewohner darauf reagierten. Sie kamen auf mich zu. Sie erzählten ganz spontan, was ihnen durch den Kopf ging, welche Sorgen sie haben. - Eine rote Nase macht es den Bewohnern leicht, Kontakt aufzunehmen. Das war ganz offensichtlich. Es hat mich motiviert, mich zur Altenheim-Clownin weiterzubilden.

Bei ihrer berufsbegleitenden Ausbildung zur Altenheimclownin entwickelte Vera Wehl ihre Figur: Clownin Maja. „Maja ist ein Begegnungsclown, kein Spaßmacher“, sagt sie. „Maja begegnet den Menschen wertschätzend. Sie signalisiert: Ich bin jetzt da. Du kannst mit mir reden. Ich habe Zeit. Ich höre zu“.

Maja ist bunt. Sie bringt Farbe ins Zimmer. Schon das empfinden manche Menschen positiv. Maja hat keine Berührungsängste. Sie stellt sich auf die Situation ein. Sie kann laut singen und lachen. Sie kann aber auch nur am Bett sitzen und die Hand halten.

Herr P., Bäcker von Beruf, war Zeit seines Lebens ein aktiver, arbeitsamer Mann. Jetzt lag er im Bett. Es ging ihm sehr schlecht. Er würde nicht mehr lange leben. Maja wusste das. Sie kam ins Zimmer, setzte sich zu ihm. „Wie geht es Ihnen heute?“ Hr. P. war traurig. „Mein ganzes Leben habe ich viel gearbeitet“, sagte er. „Jetzt liege ich hier und kann nichts mehr tun. Es geht mir so schlecht. Irgendwann geh ich dann.“

Maja überlegt. „Im Himmel gibt es sicher viele Bäckereien. Der liebe Gott hat sicher eine große Bäckerei mit ganz viel Arbeit für Sie.“ Herr P. fängt an zu lachen. „Glaubst Du das?“ fragt er. „Ja, ich glaub das. Ich glaub, da oben gibt es für jeden von uns etwas Passendes. Und für Sie gibt es ganz bestimmt eine Bäckerei!“ –

„So etwas kann nur Maja sagen. So etwas darf nur Maja sagen“, erklärt Vera Wehl. „Manchmal kann so eine humorvolle Bemerkung sehr helfen. Maja kann das einschätzen. Sie kennt die Bewohner. Sie ist einfühlsam und achtsam. Es wird niemand veräppelt und es gibt auch keine Späße auf Kosten anderer.

Seit einem Jahr hat Maja eine Freundin: Rosa. Rosa begleitet Maja bei ihren Besuchen. „Es ist gut zu zweit zu sein“, sagt Vera Wehl. „Singen geht besser zu zweit. Wir können die Besuche gemeinsam vor- und nachbereiten und uns gegenseitig unterstützen. Zu zweit zu arbeiten, macht auch mehr Spaß!“

Rosa ist Rosemarie Renner. Sie arbeitet ehrenamtlich im Spitalhof.
Wie sie ihre Rolle erlebt, erfahren Sie hier...

Mehr zur Ausbildung als Altenheim-Clown finden Sie unter: http://www.kirchenclownerie.de

Angebote zum Mitmachen und Wohlfühlen

Gemeinsam Kochen in der Wohnküche des Pflegeheims in Münchingen
In den regelmäßig stattfindenden Kochgruppen werden bewährte und beliebte Gerichte gemeinsam zubereitet. Anschließend wird gemeinsam gegessen.

Mit unseren Angeboten wollen wir an früher ausgeübte Tätigkeiten der Bewohner anknüpfen, Kompetenzen erhalten, das Selbstwertgefühl stärken und Abwechslung bieten.

  • Kleine Spaziergänge, Kaffeerunden, gemeinsames Kochen und Backen fördern Kontakt und Begegnung.
  • Beim Männerstammtisch debattieren die älteren Herren über Gott und die Welt.
  • Der Haus-Chor aus Mitarbeitern und Bewohnern probt regelmäßig und tritt bei internen Feiern auf.
  • Eine Wohlfühlstunde mit Massagen regt die Sinne an. Balance-Training hält beweglich und hilft Stürzen vorzubeugen.
  • Der Besuch von Tieren ist eine beliebte Abwechslung.  
  • Im Tanz-Cafe schwingen Bewohner, Ehrenamtliche und Gäste das Tanzbein und/oder genießen die Evergreens.
  • Freitags wird ein Bibelkreis angeboten.

Die Bewohner können selbst entscheiden, welches Angebot sie wahrnehmen möchten. Zuschauen ist genauso möglich wie aktiv mitmachen. Hauptsache es macht Spaß!